Es ist leichter als du (vielleicht) denkst!

Sich von schlechten Gewohnheiten und Alltagssüchten zu befreien, mag für die eine oder andere schier unüberwindbar erscheinen. Sei es die Schokolade, ohne die wir meinen, nicht leben zu können, oder schlichtweg der Zucker, den wir suchten, obwohl wir wissen, dass er uns alles andere als gut tut. Oder das Koffein im Kaffee, auf dessen Kick wir nicht verzichten wollen – und noch ärger: Nikotin in der Zigarette, die uns anscheinend beruhigt, kickt oder zur kleinen Belohnung nach stressigen Tagesetappen wird.

Aber ist dir eigentlich bewusst, dass es gar nicht so schwer ist, sich davon zu befreien? Und dass uns vielleicht viel mehr eingetrichtert wird, diesen schlechten Gewohnheiten einfach ausgeliefert zu sein?

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du alle Kraft besitzt, schlechten Gewohnheiten abzulassen. Es gibt einen Weg, der sanft ist und nicht den gefürchteten Verlauf nimmt, der dich vielleicht davon abhält, es anzugehen.

Warum kann ich das behaupten? Ganz einfach, weil ich selbst schon Alltagssüchte und schlechte Gewohnheiten überwunden habe. Neben einem verzerrten Essverhalten habe ich in meinen frühen 30ern sogar mal über drei Jahre Nikotin geraucht; und mein Kaffee am Morgen oder auch phasenweise zu späteren Tageszeiten war eine weitere Gewohnheit, die meinem Körper nicht gut tat.

Heißhunger und Essattacken loswerden

Jede dieser Gewohnheiten oder Alltagssüchte braucht eine spezielle Herangehensweise. Zum Beispiel wird verzerrtes Essverhalten aus einer Kombination aus Wissen und Anpassung der Ernährungsweise gelöst. Es umfasst gewisse Prinzipien aus dem „Wie“ sowie dem „Was“ ich esse, passend zum Doshatyp. Mit dieser herangehensweise kann verzerrtes Essverhalten zuverlässig reguliert werden, was zu einem oft großen Teil einfach aus schlechten Gewohnheiten und Ersatzhandlungen besteht.

Der große Gewinn dabei ist, dass neben der einkehrenden Entspannung und Freiheit auch viele gesundheitliche Vorteile eintreten. Natürlich braucht es seine Zeit und es ist normal, dass es Rückfälle gibt, doch über kurz oder lang stellt sich der Körper auf das Neue zuverlässig ein. Denn was sicher ist: Wenn du ihm die Möglichkeit gibst, wird er dir gerne folgen.

Wie entzieht man Zucker?

Hier ist erst mal zu verstehen, dass Süße für unseren Körper durchaus wichtig ist. Vor allem, wenn du viel Pitta und/oder Vata in deiner Körperkonstitution hast. (Sollten dir die Doshas noch fremd sein und du kein verständnis über die angeborene Körperkonstitution hast, lies gerne nach im Menü unter „Basiswissen“ sowie im Beitrag: Entdekce deine angeborene Körperkonstitution)

Insbesondere als Vata- oder Pitta-Typ ist es wie gesagt sogar sehr wichtig, den süßen Geschmack bewusst zu integrieren, weil dieser die beiden Doshas Vata und Pitta beruhigt und zweitens für alle Doshatypen geltend: es sonst nur nach hinten ausschlägt und unser Körper umso stärker danach verlangt. Und dann kommt es viel eher zu den gefürchteten Heißhungerattacken, die uns, so glaube wir, aus dem Nichts überfallen.

Geben wir jedoch dem Körper in einer doshagerechten Ernährung, was er braucht, und zwar alle sechs Geschmacksrichtungen, und halten die zum Körpertyp passenden Mahlzeiten ein, werden sich Heißhunger und Essattacken ziemlich schnell einstellen.

Und nein, du musst dafür nicht Süßes essen. Viele Lebensmittel beinhalten den süßen Geschmack und befriedigen den Körper. Dazu gehören beispielsweise süße, sonnengereifte Früchte, Gemüsesorten wie Süßkartoffeln, Karotten, Kürbis und Rote Bete, Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen, insbesondere die roten und die gelben, und auch viele Grundnahrungsmittel wie Reis (besonders der weiße), Hafer und andere Getreidesorten sowie Butter und Ghee. Auch stilles, warmes Wasser gehört zur süßen Geschmacksrichtung und „wirkt“ entsprechend auf unseren Körper ein.

Ich schneide hier die Themen nur kurz an, weil es in aller Ausführlichkeit den Rahmen sprengen würde. Dies gehört in eine Beratung, zu der ich dich natürlich herzlich einlade, wenn du hier Unterstützung suchst. In diesem Beitrag möchte ich dir lediglich einen Lösungsweg aufzeigen und die Idee setzen, dass es leicht zugängliche Möglichkeiten, sprich Hoffnung, gibt.

Kaffee und Nikotin – wie habe ich mich davon befreit?

Ich trinke keinen koffeinhaltigen Kaffee mehr. Momentan trinke ich einmal am Tag einen kleinen koffeinFREIEN Kaffee mit Kardamom und Mandelmilch. Und ab und zu gibt es auch mal einen mit Koffein. Ich bin da nicht so rigoros. Alles in Maßen und der bewusste Genuss ist für mich persönlich der Schlüssel, auch im Sinne von Ayurveda und der 70/30-Regel, die ich oft erwähne: Ernähre dich zu mindestens 70% doshagerecht und mit dem Rest kommt dein Körper in der Regel gut klar, solange du es mit den 30% nicht vollkommen exzessiv betreibst.

Beim Koffein ist es wie beim Nikotin: Der Weg ist, das Suchtmittel langsam auszuschleichen und zu ersetzen. So stressen wir den Körper weniger. Anstatt ihn auf harten Entzug, ersetzen wir die schlechte Gewohnheit durch eine gesunde. In der Regel dauert es 40 Tage, bis die neue Gewohnheit adaptiert wurde.

Nikotin entwöhnen: Mach’s mit Plan!

Beim Nikotin gilt ein ähnliches Prinzip: Langsam ausschleichen und Gewohnheiten ersetzen ist das Rezept. Ich habe damals irgendwann immer mehr gemerkt, dass ich nicht rauchen will. Es passte gar nicht zu mir und ich fand es schon währenddessen eklig. Ich habe angefangen (ich habe sie damals selbst gedreht, weil es mich vor „normalen Zigaretten“ noch mehr geekelt hat), dass ich immer zwei Filter anstatt nur einen Filter verwendet habe und sie immer dünner mit weniger und weniger Tabak gedreht habe. Ich habe auch den leichtesten Tabak gekauft, den ich bekommen konnte. Bis dann ziemlich bald der Tag kam, an dem ich einfach wieder damit aufgehört habe.

Ayurveda empfiehlt hier noch bestimmte Kräutermischungen (die Wahl der Kräuter ist entscheidend!), die man anstatt Nikotin rauchen kann, wenn man die Gewohnheit ersetzen in der Ausschleichphase ersetzen will. Damals wusste ich noch nicht so viel über Ayurveda und habe es einfach ohne gemacht.

Dazu einen Kräutertee aus Jatamamsi, Kamille und Brahmi, welcher das Verlangen zu rauchen verringern kann. Zusätzlich hilft es zu Kauen, wenn das Verlangen aufsteigt: Nimm dafür 1 bis 2 getrocknete Ananasstücke mit einem halben Teelöffel Honig.

Außerdem hilft ein Set aus Atemübungen, darunter die Feueratmung als wichtigste Pranayama, sowie Yoga. Übe folgende Asanas in dieser Abnfolge ein: Mondgebet, Heuschrecke, Bogen, Schultertsand, Pflug und Palme. Anleitungen hierzu findest du auf meinem YouTube-Kanal.

Die Kombination aus Nikotinentgiftung und Stressmanagement ist ein ziemlich effektiver Weg, diese ungute Gewohnheit loszuwerden.

Wenn du Unterstützung suchst, buch dir gerne eine Beratungssession.

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