DeR PITTA-TYP:
Merkmale und EMpfehlungen

Ebenso wie ich den Vata-Typen bereits beschrieben habe, werde ich auch hier beim Pitta-Typen keinen Abdruck aus einem Ayurvedabuch machen. Mein Ziel ist es, euch ein praxisnahes Verständnis für diesen feurigen Dosha-Typen zu geben sowie einige wenige, aber dafür umso effektivere Tipps in die Hände legen, die ihr sofort umsetzen könnt. Daher wird dieser Beitrag nicht vollständig sein und alle Aspekte des Pitta-Typen erfassen. Dafür sind meine Programme und Beratungen da. Trotzdem werdet ihr euch sicherlich darin wiederfinden, wenn ihr ein Pitta-Typ oder ein Mischtyp mit Pitta seid, und hoffentlich euren Mehrwert daraus ziehen.

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Typische Eigenschaften von Pitta

Pitta ist schnell. Der Pitta-Typ verdaut alles schnell: Informationen, die Nahrung und auch seine Emotionen. Die Eigenschaften dieses Doshas, das sich aus Feuer und einer „kleineren Einheit“ Wasser zusammensetzt, sind hart, scharf, leicht, flüssig, sauer und heiß.

Warum ist es so wichtig, die Eigenschaften zu kennen? Ganz einfach, weil im Ayurveda Gleiches Gleiches verstärkt und Ungleiches sich gegenseitig ausgleicht. Und damit Pitta nicht überhandnimmt und im Gleichgewicht bleibt, dürfen wir in Sachen Ernährung und Lifestyle nichts überreizen, was Pitta-Eigenschaften in sich trägt. Wie zum Beispiel scharfes Essen, heiße Außentemperaturen oder extreme leistungsorientierte körperliche Betätigung schüren allesamt über ihre Schärfe und Hitze Pitta an. Pitta ist der „Wettkämpfer“ – Pitta muss lernen, sich nicht vom Wettkampf permanent an und über seine Grenzen treiben zu lassen!

Pitta kann Hunger nur sehr schwer tolerieren, weil dessen Verdauung sehr stark ist. Mahlzeiten auszulassen bedeutet Stress für Pitta. Er kann regelrecht das Gefühl bekommen, es nicht auszuhalten. Deshalb stresst auch zu langes Intervallfasten einen Pitta-Körper. Zum Thema ayurvedisches Intervallfasten könnt ihr hier mehr erfahren.

Pitta erträgt auch Hitze nicht so gut. Wenn du in die Sauna gehst, übertreibe es daher nicht! Ein kühles, angefeuchtetes Handtuch um den Kopf schafft Abhilfe. Und trainieren solltest du in der kühleren Tageszeit und nicht in der prallen Sonne … Pitta schwitzt auch recht schnell und hat oft einen starken Schweißgeruch.

Der Pitta-Körperbau ist durchschnittlich und muskulös, die Gesichtszüge sind scharf. Wenn du an Promis denkst, dann findest du beispielsweise in Madonna, Jennifer Lopez oder Brad Pitt viel Pitta.

Pittas haben einen ausgeprägten, scharfen Verstand. Sie sind die Lerner und Studierenden. Es gibt auch ein amüsantes Bild von den klassischen Dosha-Typen: Wenn alle drei am Flughafen sitzen und in einem Magazin blättern, wird sich Pitta rege Notizen machen, Vata blättert es schnell durch und Kapha klappt es zu.

Pittas sind selektiv, aber wenn sie für etwas gehen, lassen sie ihr Ziel nicht mehr aus den Augen. In den Unternehmerreihen gibt es deshalb auch sehr viele Pitta-Menschen. Sie sind sehr erfolgsorientiert und nicht selten landen Pitta-Typen im totalen Kollaps und Burn-out. Sie funktionieren und sind lange ‚gesund‘, bis sie zusammenbrechen. Das kann mitunter auch durch einen Unfall geschehen. Als Stuntmans wirst du fast auschließlich Pittas finden.

Weil Pitta auch heiß und sauer ist, sind Herzrasen, Gastritis und Hautkrankheiten wie Akne typische Pitta-Entgleisungen. Eben auch alles, was einen entzündlichen Charakter hat.

Ihre Haare sind schnell fettend und aufgrund der Hitze, die in den Kopf steigt, verlieren sie auch früh ihr Haar. Wobei wir hier einen weiteren Zusammenhang zu einem übersäuerten Körper ziehen können. Pitta ist grundsätzlich sauer, dazu oft ein extremer Lifestyle, der den Säure-Basen-Haushalt umkippt und unter anderem das Haar dünner werden und ausfallen lässt. Es gibt allerdings neben einer dosha-gerechten Ernährung ein Mittel dagegen. Lies mehr im Beitrag: So lassen sich Haarwurzeln reaktivieren.

Halte Pitta im Gleichgewicht und entdecke dessen Superpower

Sei dir bewusst, dass du als Pitta viel erreichen kannst im Leben, aber du musst auf deine Gesundheit achten. Und der erste Weg geht über die Ernährung und dazu ein dosha-angepasster Lifestyle. Iss wenig scharf und sauer – das gilt übrigens auch für Früchte. Setze dich nicht zu viel Hitze aus und achte auf geregelte Tagesabläufe.

Hältst du dich wenigstens an die Basics und befolgst die 70/30-Regel, sprich70 Prozent doshagerecht essen und leben, wirst du deine Transformationskraft aus deinem Feuer ohne große Hindernisse ins leben bringen können.

Denke jedoch auch daran, dass du nicht nur Nahrung verdauen musst, sondern auch Gedanken und Emotionen. Denn die Verdauung sitzt nicht nur im Magen! Als Pitta wirst du schnell zornig, eifersüchtig und hast generell eine starke Emotionsebene. Finde Wege, um deine Emotionen zu regulieren, um den Körper weniger zu stressen. Und lerne, deine Erfahrungen angemessen zu verdauen. Wenn du das tust, wirst du auch die Power deiner Emotionen als Antrieb und Transformationskraft einsetzen können. Denke an Wut: Wut treibt uns an, aktiv zu werden. Wichtig ist jedoch, sie zu kontrollieren.

Mach daher Yoga, um diese auch körperlich zu lösen. Hüftöffner sind die Klassiker, um angestaute Emotionen – unter anderem auch aus der Kindheit – zu lösen.

So hältst du dein Pitta in Balance

Du hast nun schon einiges gelernt, wie du deine Balance halten kannst. Grundsätzlich geht es darum, dass Gleiches Gleiches verstärkt, Ungleiches gleicht aus.

Du weißt nun: Feuer ist leicht und heiß. Deine Nahrung sollte daher nahrhaft, also „schwer“ und kühlend sein. Wichtig ist hier, keine Fehlinterpretationen anzustellen:

Kalt bedeutet nicht zwangsläufig kalte Getränke oder Eisbäder, und schwer zu essen, heißt nicht, dass du nonstop Teigwaren und Fleisch zu konsumieren sollst. Es geht um die energetischen Eigenschaften, zum Beispiel ist Kokoswasser kühlend, ebenso wie Kräuter wie Basilikum und Koriander sowie Blattgrün. Kühlend auf Pitta wirkt auch der bittere Geschmack, wähle deshalb Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel mit Bitterstoffen, da der bittere Geschmack stark herausgezüchtet wurde.

Meide bzw. reduziere alles, was „brennende“ Eigenschaften hat und dich anheizt: Kaffee, Alkohol, Chilis.

Schwer heißt nahrhafte Eintöpfe, etwas ölig, aber nicht zu sehr. Denke daran, was passiert, wenn du Öl ins Feuer schüttest … aber dennoch, du brauchst wie der Vata-Typ mehr Fett. Der Kapha-Typ braucht viel weniger davon, weil das Guna von Kapha (Erde und Wasser) von Natur aus schwer ist. Und pampig sollte deine Nahrung sein, wie bei Vata, denn beide Doshas sind trocken.

Wenn du diese simplen Dinge beachtest, sind es die entscheidende Handlungen, um deine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Alles in deinem Körper, samt optischen Erscheinungen, wie dein Hautbild, wird davon profitieren.

Als Pitta achte außerdem auf deine Leber, trinke Lebertee, gerade wenn du toxische Genussmittel zu dir nimmst, die sich auf Zellen, Herz und Leber negativ auswirken.

Und gerade im Sommer, wenn die Außentemperaturen schon heiß sind, dann achte noch mehr auf kühlende Nahrung. Wie die im Detail, passend zu dir, deiner Region und deinem Lifestyle aussehen kann, ist Teil einer Beratung, weil es einfach eine individuelle Sache ist. Wir betrachten immer den Esser im Ayurveda, nicht pauschal das Essen.

Achte auch auf geregelte Mahlzeiten, lies dazu auch den Beitrag über die optimalen Essenszeiten… dort findest du Empfehlungen, die ich dir wirklich ans Herz lege.

Bereite dir wie der Vata-Typ einen Tee aus Koriander, Kümmel und Fenchel zu; er ist eine Wohltat für deine Verdauung.

Was auch zum Lifestyle gehört: Packe die Ursachen deines Stresses an. Eine der effektivsten Methoden für Stressmanagement, die deiner Natur entspricht, ist das Erkennen der Quellen deines Stresses über deine Zentren (auf Basis des Human Designs). Wenn du hierbei Hilfe brauchst, ist eine Beratung bei mir eine Möglichkeit dafür. Oder du arbeitest dich selbst in die Thematik ein, wie zum Beispiel einem Live-Your-Design-Kurs bei einem zertifizierten Lehrer. Kurz: Slow down, denn Hektik schadet deinem Körper. Lass los von Verurteilung und übersteigerter Kritik. Schau durch die ‚Eyes of Love‘ und unternehme etwas, um angestauten Ärger in dir zu transformieren. Dafür gibt es viele Wege, unter anderem ist Kundalini Yoga ein hervorragendes Tool dafür. Besonders ans Herz legen kann ich dir zu diesem Thema diese Kundalini-Yogaklasse auf meinem YouTube-Kanal.

Ja, und meditiere und mache Atemübungen! Entspanne dich öfter und verlasse mindestens in bestimmten Zeitspannen jegliche Wettbewerbsgedanken. Beruhige deinen Geist, um deine Superpower des klaren und brillanten Verstands hervorzubringen. Lerne, deinen Stress bewusst zu verdauen.

Steh langsam auf und springe nicht mit dem Wecker zu schnell aus dem Bett. Höre hierzu auch auf deinen Körper und versuche, zeitig schlafen zu gehen, und so oft du es schaffst, um 22 Uhr zu Bett zu gehen. Nutze dein Pitta-Feuer in dieser Zeit, um zu entgiften, anstatt schweres Abendessen zu verdauen. Steh um 5:30 Uhr auf, wenn du ausreichend Schlaf bekommen hast.

Ernähre dich mit einer Pitta-Ernährung und sammle erst gar nicht so viel Ama, Toxine und Stoffwechselrückstände an.

Übernimm Verantwortung für dein Leben!

Kräuter für Pitta

Brahmi ist wunderbar, weil es dein Pitta abkühlt und deine Superpower, dein Gehirn, unterstützt. Es soll das Gedächtnis verbessern und deinen Gedanken einen stärkeren Ausdruck über deine Sprache verleihen.

Basilikum, Koriander und andere Kräuter aus deiner Pitta-Liste wie zum Beispiel Dill, Kardamom und Zimt sind kühlend. Deshalb sollte in deinem Kaffee, wenn du ihn morgens trinkst, auch Kardamom nicht fehlen. Verdünne ihn außerdem mit Milch, am besten Mandelmilch. Denn als Pitta verträgst du Kuhmilchprodukte nicht so gut und solltest Milchprodukte nicht so gut und solltest Milchprodukte generell stark eingeschränkt zu dir nehmen, falls nicht ohnehin pflanzenbasiert lebst.

Basilikum, wie auch Tulsi, ist entzündungshemmend. Entzündungen sind die Schwachstelle von Pitta. Denke einfach an das Feuer, und du siehst, wie viel Sinn alles macht! Tulsi wird auch nachgesagt, dass es der Bewusstwerdung dient und den Blick auf das „Große Ganze“ erweitert.

Und Kurkuma! Kurkuma wirkt sanft auf die Verdauung, daher gehe bewusst damit um. Kurkuma hat viele positive Eigenschaften, wie antibakterielle Wirkung sowie positiven Einfluss auf die Haut und Gelenke. Es „öffnet“ auch die Kanäle.

Ein Hinweis noch zu Ingwer: Ingwer ist stark erhitzend, noch viel stärker als Kurkuma. Den ganzen Tag Ingwerwasser zu trinken, ist daher nicht förderlich für Pitta.

Weitere Kräuter und Gewürze für den Vata-typen findest du im Blogbeitrag Kräuter und Gewürze für deinen Dosha-Typ.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Vata-Empfehlungen

Vermeide zu stark erhitzte und zu stark gewürzte Speisen; das gilt auch für Gebratenes oder Frittiertes.

Ernähre dich bewusst entsprechend deinem Pitta-Dosha, kein Multitasking während des Essens.

Nimm Bitterstoffe und bittere Nahrungsmittel zu dir.

Nimm die größte Mahlzeit mittags ein. Außer du bist vom PHS-Ernährungstyp Licht-Indirekt, dann finden wir für dich die optimale Routine, die deinem Körper entspricht. Ich bringe immer wieder das Beispiel mit dem Auto: Wenn du den falschen Sprit tankst, geht der Motor kaputt. Genauso ist es auch mit deinem Körper.

Limitiere Kaffee, Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke.

Trainiere am besten morgens, wenn es noch nicht so heiß ist, insbesondere in den heißen Monaten.

Meditiere, um deinen Geist zu „kühlen“ und zu beruhigen. Mache Yoga und Atemübungen, es tut dir wirklich gut. Allerdings kein Hot-Yoga oder Power-Yoga. Ich denke, du hast verstanden, worum es geht.

Gehe zeitig, vor 24 Uhr und idealerweise um 22 Uhr ins Bett.

Lass den Tag ruhig ausklingen und beginne ihn langsam mit einer Morgenroutine, Meditation und Stretching. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um zu entspannen und den Tag bewusst zu beginnen und zu beenden.

Wenn du diese Ratschläge beherzigst und in deinen Alltag integrierst, wirst du die Balance deines Pitta-Doshas unterstützen und dein Wohlbefinden steigern. Ein balanciertes Leben führt zu einem balancierten Dosha, und das ist der Schlüssel zu einer guten Gesundheit im Ayurveda.

Denke daran, dass der Prozess der Anpassung deines Lebensstils an dein Dosha eine Reise ist, keine sofortige Veränderung. Gib dir selbst die Erlaubnis zu experimentieren, zu lernen und anzupassen, was für dich am besten funktioniert. Ayurveda ist ein persönlicher Weg zur Selbstfürsorge, und jeder Schritt, den du machst, ist wertvoll. Wenn du dabei Unterstützung suchst, helfe ich dir wirklich gerne dabei.

Übernehme die Verantwortung für dein Wohlbefinden, indem du achtsame und lebensbejahende Entscheidungen triffst, die deine einzigartige Konstitution unterstützen. Lebe im Einklang mit deiner inneren Natur, und du wirst die Früchte eines ausgeglichenen Lebens ernten.

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