Rasayana –die Kunst der Verjüngung

Was ist Rasayana?

Rasayana ist ein Zweig des Ayurveda, welcher das alte und bis heute überlieferte Wissen um die Verjüngung eines Menschen überliefert. Die Methode ist so einfach, so wie es die Naturgesetze sind, denn es geht vereinfacht ausgedrückt darum, die Gewebe zu erhalten und zu verjüngen. So einfach es klingen mag, macht das Wissen um das „Wie“ den Untersched zwischen Erfolg und Misserfolg:

In der Praxis des Rasayana ist es entscheidend, alle sieben Gewebsschichten (Dhatus) des Körpers zu erreichen und zu verjüngen. Dazu zählen Plasma (Rasa), Blut (Rakta), Muskeln (Mamsa), Fett (Meda), Knochen (Asthi), Knochenmark (Majja) und Fortpflanzungsgewebe (Shukra). Die ganzheitliche Erneuerung dieser Schichten ist grundlegend, um die Effektivität der Verjüngungstherapie zu maximieren und tiefgreifende Gesundheitsvorteile zu erzielen.

Das „Wie“ geht über einen ganzheitliche Herangehensweise an Ernährung und Lebensstil, die zur körperlichen Erneuerung führt und, so wie es im Ayurveda heißt: Die Zellen gesund ins hohe Alter bringt. Denn Kunst ist weniger sehr alt zu werden. Die Kunst ist gesund alt zu werden.

Die gewebeaufbauende Ernährungsempfehlung des Rasayana dient dazu, erschöpfte Kräfte wieder zu erneuern und den Körper zu stärken. Als Rasayana werden im Ayurveda alle Nahrungsmittel, Gewürze und Anwendungen bezeichnet, die hoch konzentrierte Lebensenergie enthält, das Hormonsystem stimulieren und besonders aufbauend auf unsere Gewebeschichten ist sowie den Geist positiv anregen.

Rasayana wirkt sich auch auf die sexuelle Kraft aus und schützt uns außerdem vor freien Radikalen. Es macht uns widerstandsfähiger und erhöht unsere Resilienz. Es verjüngt auf ganzer Ebene.

Das Lebenselexier namens Ojas

Im vorgestellten Kontext von Rasayana muss man auch Ojas, die Lebensessenz, verstehen, denn das Geheimnis liegt im Reichtum von Ojas. Als Ojas wird im Ayurveda die feinste Lebensessenz im menschlichen Körper bezeichnet, welche die vitale Lebensenergie und das Immunsystem stärkt. Befindet sich das Agni, das Verdauungsfeuer, in einem guten Zustand, das eben auch nicht nur für die Verdauung, sondern auch für den Stoffwechsel und Zellstoffwechsel verantwortlich ist, werden alle Gewebe vollständig aufgebaut und so entsteht auch Ojas. Ojas lässt uns „strahlen“. Ihr kennt vielleicht Menschen, die von innen und außen leuchten und mit ihrer Strahlkraft eine starke, nahezu magnetische Anziehungskraft auf ihre Umwelt haben.

Dieses Strahlen, Ojas, ist ein Ausdruck von Vitalität, Gesundheit und Schönheit. (Schönheit ist hier nicht bezogen auf Ideale. Zur Schönheit habe ich ein mir wichtiges Statement in einem meiner Instagram Posts verfasst. Lesen kannst du es hier.). Also alles, was einen gesunden Menschen auszeichnet, wie strahlende Augen, zarte Haut, eine volle Stimme, viel Lebensenergie und Ausstrahlung sowie starke Belastungsfähigkeit und Immunität, all das hängt unmittelbar von Ojas ab.

Verlieren wir Ojas und nimmt damit die Lebensessenz ab, erleiden wir Erschöpfungszustände und Gewebereduktion, welche verschiedene Krankheiten zur Folge haben können. Und äußerlich nehmen wir es auch war! Wir verlieren an Glow, die Augen ihr Funkeln und Alterungsprozesse werden beschleunigt.

Mehr über Ojas kann du hier nachlesen: Ojas – so nährst du dein jugendliches Leuchten

Was Ojas zerstört was Ojas nährt

Wir verlieren Ojas, wenn wir uns ständig überanstrengen, viel und chronisch Stress haben, uns falsch ernähren und die grundlegenden Prinzipien missachten, aber auch während der Schwangerschaft und im fortgeschrittenen Alter erleiden wir einen Verlust an Ojas. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Frauen nach der Schwangerschaft sich besondere Zuwendung schenken und wir, je älter wir werden, Rasayana betreiben, also insbesondere Nahrungsmittel und Verjüngungsmittel zu uns nehmen, die Ojas bilden. Das Wichtigste sind die Lebensmittel, die ojas-reich sind und zu unserem Doshatyp passen, wie auch spezielle Heilkräuter und Anwendungen, weil sie den Aufbau- und Erneuerungsprozess von Gewebe unterstützen.

Ojasreiche Nahrungsmittel sind z.B. Nüsse, insbesondere die großen Nüsse, wie Walnüsse, Pekanüsse und Macadamianüsse sowie Trockenfrüchte, Datteln und Rosinen, aber auch Gewürze wie Safran, Knoblauch, Kardamom, gemischt mit Kräutern.

Und ja, auch Milch hat im Ayurveda eine wichtige Bedeutung, weil sie reich an Ojas ist und daher verjüngend wirkt. Allerdings bezieht sich Ayurveda auf Milch, die nur am Abend von Kühen gemolken wird, nachdem die Tiere den ganzen Tag in Bewegung waren. Denn im Ayurveda gilt Milch von Kühen, die stehen und sich nicht bewegen, als ungut für den Körper. Deshalb wird für eine ojasreiche Milch die Kuh auch immer nur abends gemolken und nicht am frühen Morgen. Außerdem spielt das Wohlbefinden des Tieres eine sehr große Rolle, denn ist Leiden an Lebensmittel gebunden, verringert sich die Frequenz und damit Ojas.

Das Prinzip von Aufspaltung und Ausscheidung

Es ist wichtig, wohlschmeckende Nahrungsmittel zu uns zu nehmen, die uns nähren und unsere Doshas im Gleichgewicht sowie unser Agni, das Verduungsfeuer, intakt halten. Agni ist nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern spielt auch eine zentrale Rolle bei der Entgiftung und Nährstoffaufnahme, was letztendlich die Gesundheit von Ojas beeinflusst.

Kräuter und Gewürze steigern zusätzlich die Vitalität und auch die Stoffwechselfunktionen, die wichtig sind, damit toxische Ablagerungen und Schlacken, also Ama*, wieder ausgeschieden werden. Ein Prinzip von Rasayana ist, ausreichend Närhstoffe und Substanz aufzunehmen und alles, was nicht gebraucht wird, wieder auszuscheiden, und zwar effektiv und effizient.

Anders ausgedrückt: Was reinkommt, muss aufgespalten werden, alles, was nicht rein geht, muss ausgeschieden werden.

*Mehr über Ama und wie Ama uns Energie und Vitalität raubt inkl. Checkliste, die Hinweise auf Ama im Körper geben kann, kannst du hier.

Deshalb gehört Dinacharya, was tägliche Reinigungsrituale umfasst, in jede Tagesroutine wie auch zu Rasayana. Es hilft dem Körper, sich von Toxinen zu befreien und die Doshas auszugleichen. Diese Praktiken wie Zungenschaben, Ölziehen, Augenwaschen etc. sind wirklich wesentlich, da sie eine optimale Funktion des Körpers fördern und so die Verjüngung und Erhaltung der Gewebe unterstützen.

Wie Ungleichgewicht und Krankheit im Körper entsteht

Allerdings ist es wichtig, dass man sich immer den Menschen anschaut, was dieser Mensch gerade braucht, in welcher Lebensphase und Situation er sich befindet und dann die darauf passende Kombination an Früchte, Kräuter und Wurzeln einzunehmen. Es ist das Gegenteil vom hier gängigen und weitverbreiteten Prinzip, einfach eine Bandbreite an Nahrungsergänzungen ohne individuellen Bezug einzunehmen.

Wenn wir Rasayana betreiben, ist es ein Akt der Selbstfürsorge, mit idealerweise ayurvedischen Ölen, die eine tiefe Wirkung haben, weil sie bis in das Knochen- und Nervengewebe eindringen. Man muss nicht extra wohin gehen, also einen Ayurveda Praktiker in der Nähe haben bzw. den zwar wohlverdienten, dennoch kostspieligen Aufwand betreiben. Man kann sich auch immer eine Selbstmassage gönnen und die ayurvedischen Öle nach Anleitung einstreichen. Mehr dazu liest du in Ayurvedische Öle: Wissenwertes und Selbstanwendung

Ebenso von Bedeutung ist die richtige Lebenseinstellung. Ich spreche immer von einer entspannten, heiteren und positiven Grundhaltung. Ayurveda darüber hinaus leitet dazu an, stets die Wahrheit zu sprechen, schlechte Gefühle zu vermeiden und wenn sie auftreten, sie nicht zu unterdrücken oder an anderen Lebewesen auszulassen. Kultiviere Ruhe und Friedlichkeit, sei hilfsbereit und respektvoll. Mach dich frei von Süchten und verbinde Sexualität weder mit Drogen noch mit Gewalt. Praktiziere Yoga und Meditation, sie halten uns im Gleichgewicht, auch wenn der Sturm draußen tobt und machen uns stark. Um den Geist zu stärken, können dir Brahmi, Tulsi oder Johanniskraut helfen.

Wähle die bewusste Lebensweise in Liebe zu jedem anderen Wesen. Wenn dich dies hin zur veganen Ernährung führt gleich die vegetarisch fehlenden Komponenten Ghee, Sahne, Butter und Milch aus. Denn ja, Ayurveda funktioniert auch vegan. Es funktioniert unabhängig von Land und Saison und kann dir in jeder Situation einen Rahmen bereitstellen, indem du dich sicher und flexibel orientieren kannst.

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